Grundschüler/-innen aus Rieden zu Gast in Weibern

Weibern/Rieden 02.062026

Pünktlich um 9.15 Uhr erreichten 54 Grundschülerinnen und Grundschüler aus Rieden gemeinsam mit ihren Lehrkräften zu Fuß über den Berg das Ziel ihrer Exkursion: Weibern. Der Einladung des Steinhauervereins und der Heimatfreunde Weibern folgend wurden sie dort herzlich von Mitgliedern beider Vereine empfangen.

In drei Gruppen aufgeteilt, begaben sich die Kinder auf eine spannende Entdeckungsreise durch die Welt des Tuffsteins. Sie erkundeten die Ausstellung im Tuffsteinmuseum, bestaunten historische Werkzeuge der Steinmetze und erfuhren, wie der berühmte Weiberner Tuff bereits seit der Römerzeit abgebaut und verarbeitet wird. Besonders beeindruckte die jungen Besucher, wie viel Kraft und handwerkliches Geschick früher nötig waren, um aus einem rohen Stein ein fertiges Werkstück zu schaffen.

Anschließend ging es auf einen Rundgang durch die Steinbrüche. Von der Plattform am Alten Berg aus konnten die Kinder den heutigen Tuffabbau mit modernen Maschinen beobachten – ein eindrucksvoller Kontrast zur historischen Arbeitsweise im Museum.

Ein weiterer Höhepunkt war das praktische Arbeiten: Unter Anleitung durften die Schülerinnen und Schüler selbst kleine Tuffsteine bearbeiten und ausprobieren, wie sich das weiche Vulkangestein anfühlt. Das fröhliche Hämmern mit Klöppel und Eisen erfüllte das Gelände des Steinhauervereins und sorgte für sichtbare Begeisterung.

Die Meisterwerke mit den eigenen Händen erschaffen.

e die Veranstaltung vom SWR aus Mainz, der einen eigenen Fernsehbeitrag über diese Aktion produziert.

Zum Abschluss entstand das obligatorische Gruppenfoto – natürlich mit den selbst geschaffenen kleinen Kunstwerken. Nach gut dreieinhalb Stunden voller Eindrücke und Erlebnisse machten sich die Kinder wieder auf den Rückweg nach Rieden.

Die Schüler/-innen mit ihren Steinen.

Der Besuch zeigte einmal mehr, wie lebendig und anschaulich Heimatgeschichte vermittelt werden kann – und wie viel Freude Kinder daran haben, die regionale Kultur aktiv zu erleben.

Voll besetzte Schnupperkurse beim Steinhauerverein Weibern

Am vergangenen Wochenende führte der Steinhauerverein Weibern gleich zwei beliebte Angebote durch: den 53. Schnupperkurs in der Tuffbearbeitung (30./31.05.) sowie den 17. Schmiedekurs (30.05.). Beide Kurse waren vollständig ausgebucht.

53. Schnupperkurs – Kreativität trifft Handwerk

Zum zweitägigen Tuffkurs konnten 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßt werden. Nach einer kurzen Einführung erhielt jeder einen Eimer mit Werkzeugen, suchte sich einen passenden Tuffstein aus – und dann begann die eigentliche Reise vom Gedanken zum fertigen Werkstück.

Annette Dewitz bei der Steinbearbeitung.

Was zunächst nur als Idee im Kopf entstand, wurde auf den Stein übertragen und schließlich mit Kraft, Geduld und handwerklichem Geschick herausgearbeitet. Für viele war es ein beeindruckendes Erlebnis, zu sehen, was in ihnen steckt, wenn sie mit traditionellem Werkzeug arbeiten.

Die Künstlerinnen und Künstler hinter ihren Werken.

17. Schmiedekurs – ein neuer Kursleiter führt die Tradition fort

Der Schmiedekurs stand in diesem Jahr unter besonderen Vorzeichen. Der langjährige Kursleiter Winfried Weidenbach war vor kurzem unerwartet verstorben. Umso dankbarer ist der Verein, dass in Hausten Ersatz gefunden wurde: Benedict „Benni“ Bell übernahm erstmals die Leitung des Kurses.

Die vier Teilnehmenden lernten unter seiner Anleitung, wie man aus einem unscheinbaren Stück Eisen mit Feuer, Hammer und Amboss erstaunliche Dinge formen kann. Auch dieser Kurs war geprägt von Begeisterung, Lernfreude und dem besonderen Flair des traditionellen Schmiedehandwerks.

Links Benny Bell mit seinen vier Kursteilnehmer/-innen.

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